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Scham, Schweigen & Identität


Scham – das Schweigen hinter der Essstörung
Sie wächst im Verborgenen und lebt von der Angst, entdeckt zu werden. Aus der Reihe: Scham, Schuld & Identität Ich stehe in der Küche. Gerade will ich die Spuren verschwinden lassen, da höre ich Schritte hinter mir. Für einen Augenblick bleibt die Zeit stehen. Mein Herz rast. Mein Atem stockt. Die Hitze schiesst mir ins Gesicht, während sich in meinem Inneren alles zusammen-zieht. Ich bringe kein Wort heraus. Am liebsten würde ich im Boden versinken. Ich drehe mich weg, murme

Claudia Minneci
28. Juli2 Min. Lesezeit


Wir müssen alle das Gleiche machen, obwohl wir nicht das Gleiche können
Warum wir oft vergessen, wer wir eigentlich sind. Aus der Reihe: Scham, Schuld & Identität Wer wärst du geworden, wenn du dich nicht ständig angepasst hättest? Wenn ich heute auf mein Leben zurückblicke, sehe ich, dass ich schon früh begonnen habe, Teile von mir zu verstecken. In der Schule fiel mir das Lernen leicht. Oft wusste ich die Antwort, bevor die Frage zu Ende gestellt war. Trotzdem blieb meine Hand unten. Ich hatte nicht Angst, etwas Falsches zu sagen. Ich hatte Ang
cminneci3
22. Juni2 Min. Lesezeit


Wenn Kontrolle normal wirkt
Über Muster, die niemand Essstörung nennt. Ein Text über: Scham, Schweigen & Identität Nicht jede Essstörung sieht krank aus. Gerade die stillen wirken diszipliniert. Ordentlich. Strukturiert. Nach aussen scheint alles unter Kontrolle. Du kennst solche Muster vielleicht. Jemand, der jeden Tag das Gleiche isst. Eine exakt abgewogene Portion Reis. Eine bestimmte Menge Kartoffeln. Immer dieselbe Uhrzeit. Kein Spielraum. Keine Abweichung. Keine spontane Entscheidung. Nicht mal ei

Claudia Minneci
21. Mai2 Min. Lesezeit
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